Remedios Varo

MARIA DE LOS REMEDIOS ALICIA RODRIGA VARO Y URANGA

1908-1930 Kindheit und Studium

1908

Geboren in Anglés (Catalunien), Ihre Mutter, Ignacia Uranga ist eine religiöse, konservative Baskin, ihr Vater, Rodrigo Varo ist Andaluzier, Freidenker und Hydraulischer Ingeneur und fördert schon früh Remedio´s Interesse in Naturwissenschaften und Zeichnung. Sie hat zwei Brüder, Rodrigo und Luis und eine Schwester, die vor Remedios Geburt starb.

Rodrigo Varo zieht- arbeitsbedingt- öfter mit der Familie in interessanten Gebieten von Spanien und Nordafrika. Remedios besucht religiöse Schulen und hat ein Inniges Verhältnis zur Großmutter.

1917

Madrid: Remedios liest wissenschaftliche Bücher und entwickelt große mathematische und zeichnerische Fähigkeiten.

1924

Remedios wird in die berühmte Akademie von San Fernando in Madrid aufgenommen.

1930-1936 Erste Werke und Surrealismus

1930

Remedios beendet ihr Studium und wirkt in der akademieeigenen Ausstellung mit.  Sie heiratet ihren Studienfreund Gerardo Lizzaraga in San Sebastian. Umzug nach Paris für ein Jahr, danach nach Barcelona.

1932 

Remedios arbeitet bei der Werbeagentur Thompson und kommt in Kontakt mit den Künstlern Jose Luis Florit, Oscar Dominguez und Esteban Francés, mit denen sie ein Atelier teilt.

Trennung von Gerardo Lizarraga, mit dem sie eine innige Freundschaft bewahrt.

In Barcelona gründet sich die Gruppe ADLAN (Amics de l`Art Nou).

(Foto: Remedios Varo und José Luis Florit)
(Composición-1935)

1935

In Madrid stellt Remedios zusammen mit Florit aus.

1936-1941 Spanischer Bürgerkrieg und Zweiter Weltkrieg

1936

Ausstellung der Logicofobisten, Vorgäger des Surrealismus in Barcelona. Die drei Werke, die Remedios ausstellte sind unauffindbar. Sie malt „L’Agent double“ und lernt Benjamin Péret kennen, der für die antifrankistische Bewegung kämpft.

(Foto: Remedios und Benjamin Peret in México - 1941)

1937

Mit Péret zieht sie zurück nach Paris und kommt in dem engen Kreis von André Breton, lernt Max Ernst, Victor Brauner, Joan Miró, Wolfgang Paalen und Leonora Carrington kennen. Tokio: Remedios wirkt bei der Internationalen Ausstellung des Surrealismus mit. Ihr Werk „Le désir“ wird in der französichen Surrealistenzeitschrift Minotaure gedruckt.

1938

Ihre Werke erscheinen in den Zeitschriften Trajectoire du Reve und Vissage du Monde. Sie wirkt in der Internationalen Ausstellung des Surrealismus in Paris und in Amsterdam mit. Von dieser Zeit stammen die Bilder „Titeres vegetales“ und „Las Almas de los Montes“.

1939-1940

Remedios kommt ins Gefängnis, weil sie womöglich einen französichen Deserteur versteckt. Hitler´s Truppen besetzten Paris. Remedios und Péret fliehen nach Marseille. Varian Fry ermöglicht ihnen die Flucht nach Amerika.

1940-1948 Exil Mexiko

1940

Mexiko-Stadt ; Remedios trifft auf die Surrealisten von Paris. Freundschaft u.a. mit Kati und Jose Horna, Leonora Carrington, Chiki Weisz und Eva Sulzer. Wolfgang Paalen und Cesar Moro präsentieren in der Internationalen Ausstellung des Surrealismus ihr Bild „Recuerdos de la Valkiria“.

1942

Remedios erholt sich von den Eindrücken der Flucht aus Europa, Mexiko wird ihre neue Heimat, sie interessiert sich für die Kunst des Landes, fügt diese jedoch nicht in ihr Schaffen ein.

1943-1944

Remedios interessiert sich für die Lehren des Mystikers Georges I. Gurdjieff und Eva Sulzer tritt der Gruppe bei.

1947

Trennung von Péret, der nach Paris zurückkehrt.

Venezuela und Fa.Bayer

Remedios startet mit einer französichen Delegation eine Forschungsreise nach Venezuela, wo sie auch ihre Mutter und ihren Bruder Rodrigo trifft.
Remedios befasst sich mit microskopischen Studien von Insekten und zeichnet für eine Gesundheitskampagne und für Bayer- Mexiko.
Remedios Varo signiert ihre Werke „Uranga“. Sie braucht Geld, um nach Mexiko zurückzukönnen und sucht nach Gold mit Jean Nicolle im Fluß Orinoco.

1949 Rückkehr nach Mexiko

Remedios sammelt Geld, kehrt zurück und arbeitet dort weiter für Unternehmen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

1952-1963 Walter Grün und Remedios eigener Stil

1952

Mit Walter Grün genießt Remedios endlich die Ruhe, Stabilität und finanzielle Unterstützung, um sich frei zu entfalten und sich sorgloss ihrer Kunst zu widmen. Remedios vereint in ihrem Werk Natur, Wissenschaft, Mystik und Fantasie.

1955-56

Die erste Sammelausstellung mit eigenen Werken wird ein Erfolg und Remedios bekommt Aufträge. Zu ihren Bewunderern zählen Edward James, Ignacio Chavez, Alfonso Reyes und Carlos Prieto.

1958

Remedios reist nach Europa und erkennnt, dass Mexiko ihr zu Hause ist. In diesem Jahr bekommt sie den Ersten Preis „Plástica Femenina“ der Galerie Excelsior.

1955-1956

Sie ist erfolgreich in der Zweiten Interamerikanischen Bienale in Mexiko. Mit ihrer unzertrennlichen Freundin Leonora Carrington begibt sie sich immer tiefer in die Mystik und Geheimnisse des Kosmos. Alchemie, Kabala, Tarot, Magie und Esoterik beeinflussen ihr Werk und Denken.

1962

Alle ihre Werken werden in ihrer zweiten und letzten Ausstellung verkauft, darunter ihr „Triptikum“.

1963 

Nach ihrem letztem Werk  „Naturaleza Muerta resucitando“ will Remedios in „Música del Bosque“  Kosmos, Natur und Mensch vereinen. Leider kann sie dieses Gemälde nicht beenden. Remedios stirbt am 8. Oktober 1963 an einem Herzinfarkt. 

1963 

Ihre Bilder lösen beim Betrachter positive Reaktionen aus, niemals Gleichgültigkeit. Ist es vielleicht, weil sie eine Welt beinhalten, in der sich jeder wiederfindet?